Arenberg im Alten Reich
Martin Wrede
Schnell | Steiner
2025
978-3-7954-3894-4
German
Webseite herausgeberArenberg im Alten Reich
Das Herzogshaus Arenberg bietet für die Frühe Neuzeit und das lange 19. Jahrhundert das vielleicht beste Beispiel einer übernationalen europäischen Adelsdynastie. Die Herzöge waren vor allem in den ehemals burgundischen Niederlanden begütert, ihr höchster und wichtigster Titel aber stammte aus dem Alten Reich. In der Habsburger Monarchie und in Frankreich etablierten sich Nebenlinien. Der Band betrachtet die verschiedenen daran geknüpften politischen wie sozialen oder auch kulturellen Identitäten über das Ende des Ancien Régime bzw. des Alten Reiches hinweg: von autonomen Reichsfürsten, Herren mehrerer rheinischer Kleinterritorien, die zugleich niederländische Aristokraten waren, zu Großgrundbesitzern im Nordwesten Deutschlands, die aber weiterhin mit Brüssel, Wien und schließlich auch Berlin verbunden waren. Der Erste Weltkrieg schuf hierfür eine unlösbare Konfliktlage.
- Europäische Adelsgeschichte in einer deutschen Perspektive der "langen Dauer": Wie wandelten sich Identitäten zwischen Staaten, Nationen, über "Brüche" hinweg?
- Regionale rheinische, westfälische, niedersächsische Verankerung einer europäischen Dynastie. Wie funktionierte fürstliche Herrschaft, wie wirkte sie sich aus?
- Exemplarisch wird das Schicksal eines Kleinterritoriums im Alten Reich dargestellt, seine Funktionalität und auch Dysfunktion.